Erarbeitung der Rechtsgrundlagen

Gemeinsame Studiengänge wie Joint und Double Degrees benötigen als Rechtsgrundlage eine Kooperationsvereinbarung sowie an den meisten Fakultäten eine eigene Rahmenverordnung und ggf. eine Studienordnung.

 

Für Studienprogramme, welche durch Module im Rahmen eines geregelten Modulaustauschs  (PDF, 53 KB)ergänzt werden, wird ebenfalls eine Kooperationsvereinbarung benötigt. Eine eigene Rahmenverordnung ist zumeist nicht notwendig, ggf. muss aber die Studienordnung für die Bachelor- und Masterstudienprogramme der Fakultät entsprechend angepasst werden. Auch sollte in Fällen, in denen Studienanteile obligatorisch an einer Partnerinstitution absolviert werden müssen, frühzeitig an eine geeignete Kommunikation gegenüber den Studierenden gedacht werden.

Prozessbeschreibung

Der Prozess zur Erarbeitung einer Kooperationsvereinbarung definiert die Schritte und Zuständigkeiten zur Realisierung einer strukturellen Kooperation in der Lehre zwischen zwei oder mehreren Partnerinstitutionen. Ablauf:

  • Fakultät: Entwurf einer Kooperationsvereinbarung in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Studienangebotsentwicklung und im Falle von finanziellen und datenschutzrechtlichen Fragen mit dem Rechtsdienst. Ebenfalls frühzeitig konsultiert werden sollte die Abteilung Studierende und die Zentrale Informatik Business Applications.
  • Universitätsleitung: Kooperationsvereinbarungen für gemeinsame Studiengänge werden üblicherweise der Universitätsleitung zur Kenntnis gebracht. Vertragspartei ist immer die juristische Person, mithin die UZH.
  • Unterzeichnung: Unterzeichnet wird die Vereinbarung anschliessend durch ein Universitätsleitungsmitglied oder ein Mitglied der Erweiterten Universitätsleitung, z.B. eine Dekanin oder einen Dekan.

Erfordert eine strukturelle Kooperation eine eigene Rahmenverordnung, findet der Erarbeitungs- und Erlassprozess für Rahmen- und Promotionsverordnungen für die Bachelor- und Masterstudiengänge an der UZH Anwendung.

 

Wird eine eigene Studienordnung für ein Studienprogramm benötigt oder muss eine bestehende Studienordnung geändert werden, kommt das Genehmigungsverfahren Studienordnungen zur Anwendung. 

Zuständigkeiten

Der Process Owner im Erarbeitungsprozess der Kooperationsvereinbarung ist die für den jeweiligen Studiengang bzw. für das jeweilige Studienprogramm zuständige Fakultät. Die Abteilung Studienangebotsentwicklung unterstützt bei der juristischen Erarbeitung der Vereinbarung. Sind finanzielle oder datenschutzrechtliche Fragestellungen betroffen, muss zudem der Rechtsdienst hinzugezogen werden.

Zeitplanung

Die Anbahnung, Planung und Erarbeitung der Rechtsgrundlagen für strukturelle Kooperationen in der Lehre sind komplexe Vorhaben, die häufig umfassende interne Abklärungen sowie Abklärungen mit externen Institutionen erfordern. Eine realistische Zeit- und Ressourcenplanung ist daher für den Erfolg der Vorhaben unabdingbar. Für den Prozess sollten mindestens 1 1/2 Jahre Vorlauf vor geplantem Start des Studienprogramms bzw. des Studiengangs eingerechnet werden.