Grundlagen und Begriffe zur Studienstruktur

Studiengang

Ein Studiengang ist eine durch die Struktur und den Umfang definierte Einheit, deren erfolgreiche Absolvierung mit einem universitären Grad (Bachelorgrad, Mastergrad) abgeschlossen wird. Die Einzelheiten eines Studiengangs, insbesondere die Zulassungsvoraussetzungen, die Voraussetzungen für die Verleihung und die Bezeichnung des zu erwerbenden Grades, sind in einer Rahmenverordnung (teilweise auch in der entsprechenden Studienordnung) festgelegt.

In der Schweiz ist der Umfang von Studiengängen durch die "Bologna-Richtlinien" des Hochschulrates für die koordinierte Erneuerung der Lehre an den Hochschulen der Schweiz verbindlich vorgegeben:

  • Bachelorstudiengänge: 180 ECTS Credits
  • Masterstudiengänge: 90 oder 120 ECTS Credits (Ausnahmen: Humanmedizin und Chiropraktische Medizin,180 ECTS Credits)

Ein Studiengang setzt sich aus einem oder mehreren Studienprogrammen zusammen.

Studienprogramm

Ein Studienprogramm ist eine durch die curriculare Struktur und den Umfang definierte Untereinheit eines Studiengangs. Die Einzelheiten eines Studienprogramms sind in einer Studienordnung (teilweise auch in der entsprechenden Rahmenverordnung) festgelegt. Die Einzelheiten betreffen insbesondere die Studienziele, allfällige Etappen und Schwerpunkte, den modularen Aufbau sowie die Prüfungsmodalitäten.

Die Fakultäten kennen unterschiedliche Studienprogrammgrössen. Ein Studiengang setzt sich entweder aus einem einzelnen Studienprogramm (Monofachprogramm) oder mehreren Studienprogrammen unterschiedlichen Umfangs (Hauptfach- und Nebenfachprogramme) zusammen.

Ein Studienprogramm kann eine beliebige Anzahl von Schwerpunkten vorsehen.

Schwerpunkt

Schwerpunkte sind strukturierte Untereinheit eines Studienprogramms, die einen bestimmten Anteil des Studienprogramms in zwei oder mehrere Varianten untergliedern. Die Einzelheiten der Schwerpunkte, insbesondere deren Umfang sowie weitere formale und/oder inhaltliche Bestimmungen, sind durch die Studienordnung des entsprechenden Studienprogramms bestimmt.

Modul

Ein Modul ist eine inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lerneinheit, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen zusammensetzt. Ein Modul ist qualitativ (Lernziele und -inhalte) und quantitativ (ECTS Credits) beschreibbar und wird anhand eines oder mehrerer Leistungsnachweise bewertet. Leistungsnachweise umfassen schriftliche Prüfungen, Referate, Lernjournale oder andere Formen der Leistungsüberprüfung.

Jedes Studienprogramm umfasst i.d.R. eine Vielzahl unterschiedlicher Module von unterschiedlicher Grösse. Pflichtmodule sind für alle Studierenden eines Studienprogramms obligatorisch; Wahlpflichtmodule sind in einer festgelegten Anzahl aus einer vorgegebenen Liste auszuwählen; Wahlmodule sind aus einem erweiterten Angebot (z.B. aus dem Gesamtangebot der UZH) frei wählbar.

ECTS Credits

Mit ECTS Credits wird das Arbeitspensum umschrieben, das ein Student bzw. eine Studentin schätzungsweise benötigt, um die definierten Lernziele der entsprechenden Lerneinheit zu erreichen. Ein ECTS Credit entspricht an der UZH einer durchschnittlichen studentischen Arbeitsleistung von 30 Stunden. Im Rahmen eines Vollzeitstudiums sind pro Semester durchschnittlich 30 ECTS Credits zu erwerben.

ECTS Credits werden nur für bestandene Module bzw. für erfolgreich absolvierte Leistungsnachweise vergeben. Die Anzahl der erworbenen ECTS Credits widerspiegelt alle Arbeitsleistungen, die für die Erreichung der Lernziele erbracht werden mussten (Präsenzzeit, Selbststudium, Vorbereitung für Leistungsnachweis etc.).