Musterreglemente

Ausgangssituation

An der Universität Zürich sind aktuell gut drei Dutzend Rahmen- und Promotionsverordnungen in Kraft. Diese Verordnungen unterscheiden sich oft grundlegend im Aufbau, in der Terminologie sowie hinsichtlich der Regeln und Regelungsbereiche. Auch die den Verordnungen untergeordneten Studienordnungen und Doktoratsordnungen weisen eine grosse Heterogenität auf.

Die Gründe für die vorliegende Varianz sind primär darauf zurückzuführen, dass bei der Umsetzung der Bologna-Reformen zwar einige strukturelle Eckpunkte und die Modalitäten für die Verwendung von ECTS vorgegeben wurden, jedoch weder eine verbindliche Terminologie noch Muster für neue Verordnungen geschaffen wurden.

Die vorherrschenden Unterschiede im Aufbau, in der Terminologie und in den Regelungen erschweren die Vergleichbarkeit und die Verständlichkeit der Studienreglemente erheblich. Dies betrifft insbesondere die Studierenden, welche sich für ein fakultätsübergreifendes Studium entscheiden, aber auch die Studienberaterinnen und -berater sowie all jene Stellen, welche die Studienreglemente für die Studienadministration analysieren und operationalisieren müssen. Zudem verlängert und erschwert das Fehlen von Musterregelementen den Prozess der Erstellung neuer bzw. der Revision bestehender Verordnungen seitens der Fakultäten (siehe Erlassprozess).

Zielsetzungen

Mit der Erarbeitung und Bereitstellung verbindlicher Musterreglemente sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Entlastung der Fakultäten im Prozess der formalen Reglementserstellung und -überarbeitung
  • Beschleunigung und Vereinfachung des Prüfprozesses sowie der technischen Umsetzung
  • Verbesserung der Verständlichkeit und Lesbarkeit der Studienreglemente für die Studierenden und andere Anspruchsgruppen
  • Schaffung der Voraussetzung für verständliche und widerspruchsfreie Übersetzungen ins Englische

Das Projekt soll konkret zu folgenden Produkten führen:

  • Musterrahmenverordnung mit verbindlicher Systematik und Terminologie
  • Musterpromotionsverordnung mit verbindlicher Systematik und Terminologie
  • Bausteine für Studienordnungen (und ev. Doktoratsordnungen) als Hilfestellung für die Fakultäten

Organisation und Zuständigkeiten

Auftraggeberin des Projekts ist die Universitätsleitung. Die Projektleitung wird von der Fachstelle Studienangebotsentwicklung und vom Rechtsdienst gemeinsam übernommen. Die Projektleitung wird von einem Projektteam bestehend aus Mitarbeiterinnen der Fachstelle Studienangebotsentwicklung sowie von einer Begleitgruppe mit Fachleuten aus den Fakultäten und aus Abteilungen der Zentralen Dienste unterstützt.